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BPIE leistet mit neuen Ideen einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des politischen Rahmens, in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen aus Deutschland.

Deutschland spielt zur Erreichung der EU Klimaziele eine wichtige Rolle, sowohl aus politischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht. In Deutschland ist der Gebäudesektor für 40% des Endenergieverbrauchs verantwortlich und für rund ein Drittel der THG-Emissionen. Aber obwohl Deutschland als Spitzenreiter für die Implementierung gewisser politischer Maßnahmen und Instrumente gilt, liegt die nationale Sanierungsrate nur bei rund 1% pro Jahr, dem europäischen Durchschnitt. Außerdem schließt nur jede dritte Gebäudesanierung in Deutschland Energieeinsparmaßnahmen ein.

Die Rolle des Gebäudesektors für die Energiewende wurde in der vergangenen Legislaturperiode in einer Reihe von Strategiedokumenten festgehalten: Dem Klimaschutzplan 2050, der Energieeffizienzstrategie Gebäude oder dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE).

Nach der Bundestagswahl im September 2017, wird die Implementierung der Ziele und Maßnahmen die nächste Herausforderung sein. Dazu muss voraussichtlich nicht nur das Ambitionsniveau der bestehenden Maßnahmen erhöht werden. Wahrscheinlich werden auch gänzlich neue Maßnahmen benötigt, um die Ziele zu erreichen. BPIE leistet in diesem Bereich mit neuen Ideen einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des politischen Rahmens, in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen aus Deutschland. Es ist unser Ziel, die Barrieren und Triebkräfte für die Energieleistung von Gebäuden besser zu verstehen, auch hinsichtlich der Implementierung der europäischen Gebäude- (EPBD) und Energieeffizienzrichtlinie (EED). Lesen Sie in diesem BPIE-Briefing, wie und warum die EU-Gebäuderichtlinie dazu beitragen könnte, die Energieeffizienz der Gebäude Europas zu steigern. Ein Briefing über die neuesten Vorschläge zur europäischen Gebäudepolitik der Europäischen Kommission ist hier abrufbar.

Neben dem Austausch von Erfahrungen auf europäischer Ebene und zwischen den Mitgliedsstaaten, umfasst das Deutschland-Programm auch rein nationale Initiativen. Um aufzuzeigen, dass die Sanierung von Gebäuden in Deutschland kostengünstig ist, wenn Maßnahmenpakete zur Förderung von Renovierungsarbeiten eingesetzt werden, hat BPIE, in Zusammenarbeit mit der TU Wien und Fraunhofer ISI, Energiesparkostenkurven (ESKK) für den nationalen Gebäudebestand entwickelt. Eine ESKK ist ein graphisch aussagekräftiges Instrument, um zu untersuchen, inwiefern die Sanierung von Gebäuden kostengünstig durchgeführt werden kann und gleichzeitig die politische Debatte über den Entwurf von unterstützenden Maßnahmen zu informieren.

Deutschlands Energiesystem befindet sich in einem Transformationsprozess hin zu einem System, das vollständig auf erneuerbaren Energien basiert. Um die Ausbauziele für erneuerbare Energien zu erreichen, werden zunehmend Flexibilitäten und Energieeinsparungen benötigt. Der Gebäudesektor kann mit der Weiterentwicklung und Verbreitung des smarten Gebäudes in diesem Zusammenhang wichtige systemische Funktionen für die Energiewende übernehmen.

Artikel:

Ist Europa bereit für smarte Gebäude?

Der Energieausweis – Ein wichtiges Instrument zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz in der EU

Für weitere Informationen kontaktieren: Germany[at]bpie.eu

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